Sonja Schmid

Geboren am 10. April 1955 in Zürich, lebt am schönen Bichelsee im Kanton TG und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Wetzikon, Zürich.
Aus- und Weiterbildung
Malen
• Barbara Hug
• Erwin Eggimann
• Ferdinand Seiler
• Peter Casagrande, Sommerakademie Bad Reichenhall
• Andrea Rozorea, Kunstfabrik Wien
Bildhauen
• Al’Leu
• Franziska Dora
Kunstschule Wetzikon
Lehrer:
• Mara Müller
• Christian Herter
• Werner Casty
• Franziska Dora
Metallgiesen
Daniel Eggli & LETO Markus Meyle
Intension
Mit fröhlichen Farben und schwungvollen Formen, Berührungen stattfinden lassen - von Herz zu Herz, von Seele zu Seele
Gegensätze ziehen sich bekanntlich an - um dann am Schluss doch wieder Eins zu werden. Diese widersprüchliche Erkenntnis findet sich in den Bildern der Zürcher Malerin Sonja Schmid.
Gegensätze sind, zumindest auf den ersten Blick, in den Bildern von Sonja Schmid nicht erkennbar. Im Gegenteil: die Bilder faszinieren gerade wegen ihrer ganzheitlichen Harmonie. Und doch beginnt die Malerin jedes Bild immer wieder als unkontrolliertes Experiment, das sich frei von Strukturen entwickeln kann, um dann zum Schluss doch wieder in Farben, Formen und Dimensionen zusammenzufinden.
Wer die Künstlerin persönlich kennt, entdeckt die Parallelen zu ihrer Persönlichkeit. Sonja Schmid's ruhige und ausgeglichene Art, die sie als moderne Frau auch für sich selbst mit ruhigen Farben zum Ausdruck bringt, wird nicht selten von einer überraschenden Eingebung durchblitzt. Kein Wunder also findet sich, nebst ihrer inneren Balance mit Strukturen und Ordnung, immer wieder der Drang zum Ausbruch. Das widerspiegelt auch ihr Schaffen: Friedliche Farbwelten und aufeinander abgestimmte Schattierungen werden plötzlich durch einen quer verlaufenden Pinselstrich jäh durchbrochen. Gegensätzlichkeiten bei den Farben, aber auch Unvereinbares bei den Konturen. Sanfte Oberflächen werden von rauhem Verputz krass verletzt. Klar gewollte Disharmonie, die in der Gesamtbetrachtung von Farben, Raumdesign und Werk doch wieder harmonisch zusammenfindet.
Obwohl sich in Sonja Schmid‘s neuesten Bildern sichtbare Veränderungen zeigen, und sie sich offensichtlich auch mit ihrem grossen Thema der Farbenmischung weiter auseinandergesetzt hat, ist sie ihrer Neigung zu ausladenden Wänden und grossen Raumverhältnissen bei der Bestimmung der Bilddimensionen treu geblieben. Nebst ihrer steten Sehnsucht nach Grösse und Weite finden sich in der Farbenwahl ihres aktuellen Schaffens auch ganz neue Gefühle. Damit ist ihre Absicht, unverwischbare Spuren in der Seele jedes Betrachters zu hinterlassen, ohne Zweifel erfüllt.
Text Denise Yannoulis
